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anGedacht im März: Monatsspruch

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der Herr.                    3. Mose 19,32
Wir leben in der Passionszeit. Sie ist eine Fastenzeit, zur Vorbereitung auf das höchste christliche Fest: Ostern, das Fest der Auferstehung.
Wer diesen Weg erleben will, sollte ihn nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Leib und Seele gehen. Das schließt uns auf für den geistlichen Weg, der in all dem steckt. Man macht in dieser Zeit bewusst etwas anders. Verzichtet z. B. auf etwas, was man sonst sehr gern isst oder trinkt. Oder macht etwas, was man immer gern wollte, aber wofür man bisher keine Zeit hatte, weil sie mit anderen gefüllt war. Egal, was es ist, es sollte etwas Überwindung kosten. Dann hilft es, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden und sich selbst (ganz neu) zu entdecken. Denn das ist der Weg hin zu Ostern: aus dem Tod entsteht neues, ewiges Leben. Wer den Fastenweg mit Leib und Seele geht, schafft sich neue (Frei)Räume, eröffnet sich einen neuen Blick auf sich selbst und die Welt.
Was hat all das mit unserem Monatsspruch zu tun? Diese Worte stammen aus dem sogenannten Heiligkeitsgesetz. Es enthält Regeln für den Alltag, die dem Schutz der Schwachen dienen und ein gerechtes Miteinander ermöglichen sollen. Und immer wieder steht da: „Ich bin der Herr.“ So soll gesagt werden: was du tust, soll in Ehrfurcht geschehen vor Gott. Denn er ist der Herr und nicht du. Weil das so ist, soll das Leben so gestaltet werden, wie Gott es will. Darum diese Gebote. So soll die Achtung und Hilfe für alte Menschen diesen helfen. In ihren Nöten, in ihrer Einsamkeit, weil Kinder und Enkel heute so oft weg sind, wegen der Arbeit. Aber eben auch uns helfen, Ehrfurcht vor Gott zu lernen. Gerade für jüngere Menschen könnte das eine gute Übung sein: nicht nur auf sich selbst achten und auf das Mobiltelefon, sondern darauf, wo ein alter Mensch Hilfe braucht: in der Familie, oder beim Überqueren der Straße, an der Kasse beim Bezahlen. Aber auch Menschen aller anderen Altersstufen können ihren Blick mal schweifen lassen: wem könnte ich helfen. Mit einem freundlichen Wort, einer kleinen Blume, einem Anruf. Mehr muss es nicht sein. Dann halten wir, bildlich gesprochen, die Hand unseres Herrn.
Ich wünsche uns allen dazu immer wieder offene Augen und Herzen
Ihr Pfarrer Raik Fitzner

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