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anGedacht im Februar: Monatsspruch

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes:
Friede diesem Haus!                                 Lukas 10, 5

Manchmal liest man solche Worte noch auf alten dicken Balken über einer Haustür oder einem Scheunentor. Ja, früher wusste man oft besser, dass unser Leben weniger wegen der eigenen Kräfte gelingt als vielmehr durch die Kraft des Glaubens. Heute lesen wir manchmal 20*C+M+B*17, das ist die lateinische Abkürzung für die Bitte: „Christus segne dieses Haus im Jahr des Herrn 2017.“ Dann wissen wir: hier vertrauen die Bewohner auf Gott und seinen Frieden.
Jesus weiß das auch. Bevor er seine Jünger einmal für eine Weile aussandte, sagte er ihnen, wie sie sich bei ihren Besuchen in den Städten und Dörfern verhalten sollen. Das erste, was Jesus seinen Jüngern sagt, ist: beim Betreten eines Hauses sollen sie zuerst den Frieden Gottes aussprechen. In der hebräischen Sprache ist das ganz einfach. Da braucht es nur ein Wort: „Schalom!“ Damit ist ein Friede gemeint, den wir vom Paradies her kennen. Ein Friede, den nur Gott geben kann. Das soll das erste Wort sein, das die Jünger reden, mit denen sie den Menschen von Gottes Liebe erzählen.
Wie wird es ihnen daraufhin ergehen? Wenn die Jünger friedlich und gastfreundlich aufgenommen werden, sollen sie bleiben und predigen und heilen. Wenn der Friedensgruß ungehört verhallt oder die Jünger sogar auf feindselige Menschen treffen, dann sollen sie nicht einmal den Staub, der an ihren Füßen klebt, mitnehmen. Doch auch einer solchen Stadt sollen sie ein Wort von Gottes Liebe sagen, bevor sie gehen: „Das Reich Gottes ist nahe!“ (Lk 10,11)
Ich will daraus etwas für mich lernen. Ich möchte mich beim Betreten eines Hauses erinnern, was ich zuallererst mitbringen möchte: Gottes Frieden. Ich will mir immer mehr zur Gewohnheit werden lassen, betend und segnend in Häuser einzutreten. Allemal stille im Herzen und, hoffentlich immer mehr, auch mit hörbaren Worten. Beim Gang durch die Türen auf der Arbeit, in ein mir unbekanntes Haus. Beim Besuch im Krankenhaus oder wenn mich Streit hinter einer Tür erwartet. Denn Jesus geht diese Wege mit.

Solche friedvollen Erfahrungen wünscht Ihnen            

Ihr Pfarrer Raik Fitzner

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