Tel.: 033923/71435
jannbranding@
t-online.de

Flecken-Zechlin

Kirche Flecken Zechlin (c) Jürgen Rammelt

Flecken Zechlin gehörte als Tochterkirche zu Dorf Zechlin und wurde erst 1870 eigenständig. Die Pfarrkirche entstand 1775 an der Stelle einer früheren hölzernen Ortskirche im Ortsmittelpunkt „Am Markt“. Den rechteckigen Saalbau schließt ein Walmdach ab; ein kleiner Turm mit Zeltdach krönt die Westseite, er wird im Innenraum von zwei starken Holzsäulen getragen. Darunter befindet sich das Eingangstor, das ebenso wie ein weiteres im Norden barocke Türblätter mit Rautenmuster zeigen.

Im Osten rahmen glatte Pilaster zwei Fenster, die Längsseiten besitzen je drei Fenster; die Fassade ist durch kleine Vorsprünge und abgerundete Ecken gegliedert. Im Innern kann die dreiseitige Empore über die Turmtreppe erreicht werden, dort findet sich auch die Orgel, ursprünglich 1847 von Lütkemüller (Wittstock) geschaffen, 1903 von Hollenbach (Neuruppin) auf elf Register erweitert.

Von der Kanzel ist nur noch der Kanzelkorb erhalten. Sie ist um 1600 entstanden wie die achteckige Taufe; über einem reich verzierten Fuß die Kuppa mit Beschlagwerkornamentik, Pilastern und Rundbogenfenstern, darin Gemälde (Christus und die Evangelisten), zwei Familienwappen (v. Schlieben und v. d. Weide) und ein Textfeld. Über dem Altar eine Kreuzigungsgruppe, wahrscheinlich frühes 16. Jahrhundert mit neuerer Farbgebung.

Sehenswert die Hinterglasbilder (um 1800) mit vier naiven Darstellungen (Festmahl, Jagdszene, Reiter und Holzfäller, Festmahl) im Schaukasten an der Westseite und ein Ölgemälde (Kreuzabnahme), frei nach dem Altarbild Rubens‘ in Antwerpen, jetzt an der Nordwand. Neben einer Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges bezeugt eine große Holztafel an der Südseite die Friedenssehnsucht nach 1945 mit Teilen des Friedensgebetes von Fr. v. Assisi.

Kirchengemeinden

bitte wählen Sie eine aus...


Entdecken Sie...