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Dorf Zechlin

Kirche Dorf Zechlin (c) Klaus-Peter Mantey

Als mit Abstand älteste Kirche in der Region - fertiggestellt im Jahre 1549 kurz nach der Reformation - darf die Kirche von Dorf Zechlin zu Recht und mit Stolz als "Mutterkirche" im Zechliner Land bezeichnet werden.

Reich geschmückt für einen Kirchbau aus dieser Zeit ist der Backstein-Ostgiebel: zwischen vertikal unterteilenden Pfeilern befinden sich in drei Reihen zusammenschließende, gekuppelte Drei-Passblenden.

Der an der Tür auf der Südseite angebrachte Türklopfer zeigt ein "böse Geister vertreibendes Fratzengesicht". Erwähnenswert ist die Sakramentsnische, geplant noch in katholischer Zeit: hier findet sich ein sogenannter Tabernakelschrein, darüber als Inschrift das Fertigstellungsjahr der Kirche. Das Innere der Kirche ist geprägt durch die Renovierung im Jahr 1722 unter Pastor J. Döllen. Beherrschend ist der hölzerne barocke Altaraufsatz mit gekuppelten Säulen und Akanthuswangen gerahmt (angefertigt von Tischlermeister Kühne aus Wittstock). Die Gemälde stammen von Christian Ludwig Schlichting.

Bereits aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt der Taufstein. Er trägt einen hohen Deckel, der dem brandenburgischen Kurfürstenhut nachgebildet ist (eine Erinnerung an die Zeit zwischen der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg, als die Kronprinzen des brandenburgischen Herrschaftshauses in Flecken Zechlin residierten und in Dorf Zechlin ihre Kinder taufen ließen). Um das 18. Jahrhundert wurden die Fenster erweitert, sie waren ursprünglich sehr schmal und höher.

Kirche Dorf Zechlin (c) Klaus-Peter Mantey

Die Orgel auf der Empore aus dem Jahre 1913 ist von Alexander Schuke aus Potsdam errichtet worden. Die Orgel im Altarraum aus dem Jahre 1981 wurde von der Firma Sauer aus Frankfurt/Oder errichtet. 1960 restaurierte der Künstler Münzlinger aus Brandenburg/Havel den Altar (Inschrift auf seiner Rückseite) und schuf auch das Sgraffito links neben dem Turmausgang, eine Gedenkstätte für alle Gefallenen des 2. Weltkrieges.

Drei Glocken im Turm rufen mit ihrem Läuten auch heute noch die Dorfgemeinde zum Gottesdienst; und die uralte Turmuhr mit ihrem Schlagwerk zeigt auch heute noch die genaue Zeit!

Adresse der Kirche: Anger 9 in Dorf Zechlin

Das Pfarrhaus in Dorf Zechlin

Neben der Dorfkirche findet man – etwas von der Straße zurück gesetzt – das Pfarrhaus als Bestandteil des Pfarrgehöftes mit Garten. Es stammt wohl von 1709; ein Umbau ist 1867/68 erfolgt. An der zur Straße zeigenden Front ist eine Gedenktafel angebracht für den hier 1880 geborenen Pfarrerssohn Hans Much, einen bedeutenden Arzt, Dichter und Forscher (vierfach promoviert), unter anderem der Erfinder der Salizylsäure, der Grundlage der Spalttablette.

Der eingeschossige, verputzte Massivbau mit zum Teil ausgebautem Krüppelwalmdachgeschoss mit Fledermausgauben zeigt auf der Südseite sieben vierteilige Kastenfenster, das rechte als Blendfenster; ähnlich die Nordseite. Im Osten und Westen Eingänge, der westliche beim Umbau von der südlichen Traufe dahin verlegt.

Im Innern sind zahlreiche Einzelheiten aus der Erbauungszeit erhalten, etwa Kamintüren mit Beschlägen und Türen mit Barockbeschlägen und Kastenschlössern. Den Flur schmücken Gemälde und Fotografien der Ortspfarrer von 1720 beziehungsweis seit 1866.

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