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Die Reform des Ev. Kirchenkreises Wittstock-Ruppin

Auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg vorbei an Windrädern hat man schnell das Ruppiner Land und die Ostprignitz durchfahren. Die rasanten Veränderungen in Land- und Kirchenkreis kommen einer Fahrt auf der A24 gleich. Ein Verlust von fünfundzwanzig Prozent der Gemeindeglieder in den letzten 10 Jahren. Unsere Antwort: Bildung von 4 Gesamtkirchengemeinden, in Ortskirchen untergliedert, die Errichtung von Teampfarrämtern. Der aufgabenorientierte Dienst wurde ausgebaut. Auf Kirchenkreisebene sind die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, gemeindliche Bildung, die Kirchenmusik sowie sozialdiakonische Aufgaben organisiert. Die Kleinteiligkeit der Strukturen verzögerte manchen längst überfälligen Aufbruch. Strukturen besitzen keine Heilsbedeutung. Heute werden Mitarbeitende entsprechend ihrer Gaben eingesetzt und behalten so die Freude am Dienst. Statt den Zaun um Kleinstgemeinden enger zu ziehen, gestalten wir eine öffentlich relevante Beteiligungskirche.

Die „Freie Heide“ ist ein Synonym für den Erfolg gemeinsamen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements. Widerstände gehören dazu, ganz gleich ob gegen die Synodalentscheidung zur Reform oder gegen Windenergieanlagen. Sie müssen nutzbringend in die Veränderungsprozesse aufgenommen werden.

Wo stehen wir in zehn Jahren als Kirche in Nordbrandenburg? „Steh auf ... und geh!“  heißt es auf unserem Kreiskirchentag am 19. Juni in Wustrau. Das gelingende Zusammenspiel in Vorbereitung darauf macht mich zuversichtlich, dass wir zwar mutig kleiner, aber nicht an Bedeutung verlieren werden.

Matthias Puppe,
Superintendent des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin

Wenn wir Ihre Neugier geweckt haben und Sie mehr über die Reform erfahren wollen, haben wir folgende Dokumente zum Download für Sie bereit gestellt:

 

Mutig kleiner werden

Die Journalistin Irene Dänzer-Vanotti hat das "kleiner-werden" der Kirchen unter die Lupe genommen und einen Podcast produziert, der verdeutlicht, welche Ziele die Reform im Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin verfolgt.

„Größer, besser, effektiver“ lautet das ökonomische Diktat der Zeit. Eine Wirtschaft gilt nur dann als erfolgreich, wenn sie wächst. Die Gesellschaft hat diese Direktive längst übernommen. Daher haben es alle schwer, die sich verkleinern müssen. Dazu sind aber viele Kirchen gezwungen. Immer weniger Menschen in Deutschland leben als bekennende und Kirchensteuer zahlende Christen. In Ostdeutschland ist das Problem besonders gravierend. Nach der ersten Schockstarre angesichts dieser Erkenntnis haben sich in evangelischen Landeskirchen und katholischen Diözesen Modelle entwickelt, wie kleinere Gemeinden erhalten werden. An manchen Orten entsteht dadurch neuer Mut, und die Kirche kann der Gesellschaft vorleben, wie der Prozess des Kleinerwerdens gelingen kann.

Irene Dänzer-Vanotti

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